Smartphonemarken. Von Uhans und Gretel.

Schon mal von Gretel, Uhans oder Umi gehört? Nur auf den ersten Blick ist der Smartphone-Markt aufgeteilt zwischen Apple und Samsung. Es gibt viele Dutzend  Smartphone-Marken, von denen Sie als Normalverbraucher vielleicht noch nie gehört haben. Vergessen Sie alte Pioniere wie HTC oder Motorola. Werfen wir einen Blick auf den Markt und die erstaunliche Namensgebung – pragmatisch praxisorientiert, nicht wissenschaftlich strikt etymologisch oder morphologisch.

Laut Gadgets Now Bericht von Ende 2017 sind die „größten“ Marken (was immer das genau bedeuten mag):
Samsung
Apple
Huawei
Oppo
Vivo
Xiaomi
LG
ZTE
Lenovo
Alcatel

Offensichtlich ist die Herkunft der Marken – mehr als die Hälfte stammt aus China. Teilweise verraten das unverkennbar die Namen (vor 15 Jahren noch undenkbar) teils gilt: „global lifestyle – one size fits all“. So stehen 5 „alten“ Marken 5 „neue“ Marken gegenüber.

Dann habe ich noch das Amazonangebot nach Topmarken durchforstet. Die sechs interessantesten Gruppen bei über 50 Markennamen sind folgende:

Smartphone-Kategorien

Die erste Gruppe sind die Kopierer – Namen, die man so oder sehr ähnlich schon mal gesehen hat. Sie erinnern zum Beispiel  an Tomtom Navis, an Hannspree Monitore, an Cyrus High-End Hifi aus England.
Nächste Gruppe sind die Simulierer. Sie wollen an etwas erinnern, das sie nicht sind. Krüger&Matz klingt Deutsch, ist aber eine polnische Marke. So suggeriert der Name eine Herkunft, die nicht besteht.
Etwas häufiger ist die Strategie der „klassisch auffälligen“ Namen. Sie doppeln gern Vokale und werden hier vertreten durch Siswoo oder Doogee.

Smartphone-Aufstellung
Ein Feld zur Namensinspiration, das es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, ist Telekommunikation. Und doch gibt es noch Namen wie Phicomm oder Crosscall.
Die fünfte Gruppe sind Abkürzungen. Das ist nicht so spannend, aber bei einem Namen doch: M-NET. Der Name sticht (nicht nur) dem Münchner ins Auge. Lustigerweise hat das größte regionale deutsche Telekommunikationsunternehmen nichts mit der Smartphone-Marke zu tun.
Und zu guter Letzt gibt es Namen, wo man sich ein bisschen wundert. Gretel? Umi? Man wird sich schon was dabei gedacht haben.

Wie geht es weiter mit den Marken in diesem Segment? Weitere Newcomer-Marken – natürlich vor allem aus Asien – werden hinzukommen. Der Nimbus alter Marken aus Europa und USA nimmt ab, ihr Wert bewegt sich synchron. Der Verbraucher hangelt sich durch smarte Buchstaben und das fast wöchentlich durch neue – doch zum Glück ist ja praktisch alles irgendwie vertraut.

 

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