Sweet: Die inneren Werte des Fred Ferkel

Auf Anregung einer Leserin (Danke Katrin!) heute mal etwas zum Produkt Fred Ferkel, seinem Namen und wie das alles zusammenpasst:

Fred Ferkel Gummibonbons von Katjes Packung

Früher war der Fred Ferkel noch ein ehrlicher Geselle. Was drauf war, war auch drin, und sah nicht nur so aus: echtes Schwein. In diesem Fall natürlich das verarbeitete Restschwein mit seinem wunderbaren Produkt „Gelatine“.

Dann wurden die Vegetarier und die Schonfleischaberkeinschweinesser immer mehr, und es begann eine neue Zeit. Als Folge stellte Katjes seine Produktion komplett auf „für Vegetarier geeignet“ um. Das Schwein und sein Innerstes mussten draußen bleiben.

Bei einer Sorte wie Fred Ferkel passierte das natürlich auch, aber irgendwie ist es dennoch kurios. Das Schwein erinnert an die lustigen Schweine beim Metzger, die auf ihr bestes Stück zeigen und nichts mehr herbeisehnen als in der Pfanne als Schnitzel ihre Vollendung zu finden. Entsprechend heißt es auf der Packung auch vielsagend und vieldeutig „Hier gibt’s leckere Ferkeleien!“.

So stellen sich viele Fragen. Hätte man aus dem armen Fred Ferkel den sauren, aber natürlich ebenso lustigen Fio Citro machen sollen? Darf vegetarisches Essen Tierform haben? Sollten Tofunuggets Kuhform haben? Oder Känguruform? Oder Hundeform? Ist das eigentlich Verbrauchertäuschung, wenn in einem Schwein gar kein Schwein drin ist? Und mit den Katzenzungen der Schlümpfe gerät man dann vollends in den Wald …

 

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