Mia san hier – und Bairisch ist uns fremd

Hätte der FC Bayern doch geahnt, was uns da noch alles angetan wird, weil sie das „Mia san mia“ so in die Welt hinausgetragen haben. Ein Freund machte mich auf eine besonders kuriose Vermischung aus Hochdeutsch und Bairisch aufmerksam.

Wie viele ja wissen, tobt mittlerweile ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb unter den althergebrachten Carsharinganbietern und den neuen meist herstellerabgesandten. Nun ist auch Daimler mit seinem car2go in München angekommen und annonciert dies unter dem lustigen Slogan „Mia san hier“. Was natürlich ein Musterbeispiel für Bastardbairisch ist, denn „hier“ – wo gibt es denn so etwas. Im Bairischen nicht, denn da heißt das „da“, oder für Lautschreiber eher „do“.

Was die Sache aber besonders lustig macht – zur gleichen Zeit wie Daimler plakatiert auch der DFB in München und bewirbt ein Damen-Fußballspiel. Der Spruch dafür – man ahnt es bereits – so schmerzhaft es ist: „Mia san hier“.

Hier noch ein Fotodokument, wie das im echten Leben ausschaut, leider nur vom Fußballplakat, die Carsharingplakate sind leider nicht mehr auffindbar. Entweder die Startphase ist vorbei, oder die Duplikation wurde bemerkt (die Pressemitteilung findet man aber noch).

Hochdeutsch - Bairisch Slogan „Mia San Hier“ des DFB
Slogan „Mia San Hier“ des DFB, © Werner Brandl

PS: Die Kenner werden es wissen, die Aufmerksamen erkennen, Daimler ist natürlich beim DFB als Sponsor dabei. Also eventuell doch ein Fall von Synergie?

PPS: Mehr Infos zu Slogans und Claims findet man auch auf meiner Seite extra zu diesem Thema.

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